Aktuell: Wir haben unser Wohnzimmer für Sie noch gemütlicher gemacht....Anekdoten

17.11.13

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Deutschland, wir schreiben das Jahr 2011. In einer kleinen Gemeinde ganz oben im Hunsrück, genauer in einem noch kleineren Ortsteil trug es sich zu, das ein gar zu rebellischer Einwohner sich erdreistete, einen Telefonanschluß in seinem Gästehaus haben zu wollen. Er dachte, das sei gar kein Problem in einer Zeit, wo diese Anschlüsse von vielen, vielen Anbietern feilgeboten werden. Und wie man das heut als mittelmäßig moderner Mensch so tut, begab er sich an seine Rechenmaschine und verschaffte sich einen Überblick über den Markt, frei nach dem schwedischen Motto "Entdecke die Möglichkeiten". Schnell war verglichen, und die Wahl fiel auf den Anbieter mit "dem besten Netz". Flugs das immer nötige Formular ausgefüllt, nach dem dritten Anlauf den Sicherheitscode entziffert und ab die Post. Doch halt, so schnell geht's nicht. Das Formular musste im papierlosen Büro denn doch zu Papier gebracht werden, mit einer Unterschrift versehen und per Konkurrenzunternehmen zum Anbieter geschickt werden. In seinem grenzenlosen Vertrauen auf die Technik fummelte der Avantgardist der 70er die drei Blätter in eine mitunter auch sehr rebellische Höllenmaschine namens Fax, nicht zuletzt, weil er dachte, den Vorgang so minimal beschleunigen zu können. Nachdem der Kampf Mensch gegen Maschine unter einigem Fluchen und dem Verlust einiger Blatt Papier gewonnen war, besah der Kommunikationswütige sein Werk und sah, das es gut war. Er harrte geduldig der Dinge die da kommen sollten, nur, es geschah nichts. Er dachte an den Kampf mit der Höllenmaschine und entschloss sich, einen weiteren Weg zu suchen, so sicherheitshalber. Er steckte also sein Formular in einen Umschlag und brachte es zur Post. Eine Woche später stellte sich so etwas wie Freude ein, sein Bitten schien Gehör gefunden zu haben. Ein Brief war gekommen vom Anbieter. Die Ernüchterung folgte, als er den Brief las. Stand doch auf Seite 3 den netten Anschreibens, dass man entgegen der veröffentlichten Auskunft den Anschluss "Classic" aus technischen Gründen nicht anbieten könne. Schade, dachte er und las weiter. Der Anbieter hatte drei Zeilen weiter eine Alternative angeboten, nämlich den Anschluss "Classic". Nun, dachte der mittlerweile etwas genervte Kommunikationswillige, nehm ich den halt. Dann machte er den entscheidenden Fehler, er versuchte die Hotline. Zum Glück kostenfrei, sorgte sie für einige Zeit für einige recht kurzweilige, aber wenig aufschlussreiche Gespräche mit den verschiendensten Leuten, die zum Teil sehr bemüht sind. Der Konsens war, er solle morgen noch mal anrufen, was er dann auch tat. Endlich hatte er am nächsten Tag den richtigen gefunden, seine Gebete waren erhört worden. Der nette Mann am anderen Ende der "heissen Leine" versprach Abhilfe, und tatsächlich traf drei Tage später die langersehnte Bestätigung des Antrages ein. Wer jetzt denkt, alles sei ok, der kennt die Fußangeln nicht. Nach weiteren langwierigen Telefonkonferenzen stellte sich langsam Unwillen ein, sowohl bei uns als auch beim besagten Anbieter. Letztendlich sind für alle Beteiligten viele Stunden bangen Hoffens und schlichter Enttäuschung ins Land gegangen, wo bei nüchterner Betrachtung ein einfaches Eingestehen der Unfähigkeit gereicht hätte. Ein simples "Nein, können wir nicht, tut uns Leid" hätte gereicht. Es hätte niemanden geärgert, keiner hätte sauer auf den Anderen sein brauchen.

Man soll ja nicht glauben, dass andere das können...Hurra, wir haben Anschluß an die Welt.

 

 

     

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Stand: 17.11.13